Archiv der Kategorie: Tagesnotizen

Lernexperimente

Karteikarten für Faktenwissen, Tabellen und Bilder für Zusammenhänge…
Am besten sind bis jetzt die Klausuren bzw. Klausurteile gelaufen, für die ich in der Lernphase kurz vorher dann doch in die Originaltexte geguckt statt von meinen Zusammenfassungen gelernt habe.

Also neuer Versuch:  für die Zusammenfassung nur noch grober Überblick – damit die Textinhalte besser hängen bleiben.

Das kann ich nicht wirklich gut – Reduktion ist anscheinend nicht gerade meine Stärke… von wegen „Stichworte sammeln und nur ein paar Notizen zu den Zusammenhängen“. Hat nicht so gut funktioniert.

Inzwischen: Concept Maps – mit Hilfe vom yED-Graph-Editor, verPDFt mit dem PDF-Creator (weil das yED-interne PDF-MachDings die Schriften nicht einbettet)

Am Anfang noch alles bisschen kreuz und quer, vor allem weil sich der Editor von yED herzlich wenig  ums beabsichtigte Endformat schert… Ihr kennt das ja sicher von anderen MindMap-Programmen: Prima mindgemappt, leider ist auf Din4 nix mehr zu erkennen – inzwischen hab ich mir ne Vorlage gemacht, mit der ich den „Schreibplatz“ so eingrenzen kann, dass die Schriftgrößen auch tatsächlich in etwa denen in einem normalen Din4 – Textdokument entsprechen. (sieht außerhalb des yED-Programms natürlich einfach nur wüst aus. 🙂 )

Wer sich die „Entwicklungen“ der Lernexperimente mal angucken will:
Mit ein paar Texten zur Pädagogischen Psychologie  (M9) bin ich schon durch…

  • onlinelexikon  (da geht´s noch ganz durcheinander mit den unterschiedlichen Techniken 😛  … S.10 mit x-Mind, S.11 mit openoffice, ab S.12 dann yED)
  • weinert (ich übe noch)
  • hoppe-graf (ich bemühe mich wenigstens – anscheinend klappt das Schrifteneinbetten immer noch nicht so recht…)

PS: Macht Spaß 😉

edit 4.Januar:
Jetzt weiß ich, warum die Schrift ab einer bestimmten Stelle so scheiße aussieht. Ich weiß aber noch nicht, was den PDF-Creator dazu bewegt, nur noch Text in Bild umzuwandeln… Vorher ging das mal mit Text zu Text. Da konnte man auch noch schön den Text rauskopieren. Hm.

nochmal edit 4.Januar:
Es war nicht der PDF-Creator, sondern ein Huddel im yED, den ich wieder rausgekriegt hab, indem ich die Schrift aus meinen Vorlagenknoten (selbstgebastelt und in die Palette eingefügt) entfernt habe. Die näheren Zusammenhänge bleiben unklar – aber das macht mir nix. Dann hoff ich mal, dass die nächsten PDFs wieder in „Text“ und besser lesbar werden.

und wieder edit 10.Januar:
Sobald ich die Farben unter „RGBH“ selbst definiere, krieg ich bei Verwendung einer solchen Farbe wieder „Text zu Bild“-PDFe.
Über „Muster“ oder „HSB“ kann ich an den Farben rumdefinieren wie ich will. Das stört meine „Text zu Text“-PDFe nicht.  Okay. Gut zu wissen.

und noch eins – edit 25.Februar:
Farbverläufe zerstören „Text zu Text“-PDFe ebenfalls.


Therapeutisches Schreiben… how to survive the Forschungspraktikum

meine persönlichen, ganz subjektiven Impressionen in Sachen „Virtuelle Gruppenarbeit im Forschungspraktikum“ – von der Seele geschrieben zur Entlastung derselbigen, zur Vermeidung weiterer Einschlafschwierigkeiten und seltsamer Träume…

  1. Wer viel macht, macht sich vor allem verdächtig, sonst nix zu tun zu haben.
    Empfehlung:
    Halte die Gruppe über deine beruflichen und privaten Verpflichtungen auf dem Laufenden und poste möglichst nachts zwischen 2 und 5 Uhr, damit die spätabendlichen / nächtlichen Aktivitäten für die Arbeitsgruppe auch richtig eingeordnet werden können.
  2. Wer viel macht, nervt total, lässt Wenig- und Nixmacher unangenehm unengagiert aussehen – und hat diese vermutlich auch schon beim Gruppenbetreuer angeschissen.
    Empfehlung:
    Mach lieber wenig und bleib unauffällig!
  3. Die Einhaltung von Terminen liegt grundsätzlich in der Verantwortung eines anderen. Da es in einer Gruppe von 16 (!) Leuten für jedes einzelne Gruppenmitglied etwa 15 „andere“ gibt, werden immer wieder Abgabetermine fast bis komplett verpasst.
    Empfehlung:
    Sei dir selbst der andere!
  4. Wer nichts macht, geht vermutlich davon aus, der einzige zu sein, der nichts macht. Kann heißen: Während einer unter Hochdruck arbeitet, bestätigen die anderen sich gegenseitig (und möglichst auch dem Betreuer), wie toll Zusammenarbeit und Kommunikation funktionieren.
    Empfehlung:
    Ordne dieses seltsame Phänomen unter „Verantwortungsdiffusion“ ein – eine gewisse Meta-Perspektive macht gruppendynamische Abläufe etwas erträglicher.
  5. Nichts-Macher sind toll – sie stören niemanden und ihre „Falls-der-Betreuer-Postings-zählt“-Kommentare können sehr unterhaltsam sein. Mein Favorit: „Ich beobachte und staune still.“ … dicht gefolgt von „Ich komme gerade aus dem Urlaub zurück. Ihr habt toll gearbeitet!“
    Empfehlung:
    Konsequent egoistisch bleiben: „Es ist mir egal, wer dieses Praktikum besteht – hauptsache, ich bestehe es!“
  6. Wer wenig macht, macht dies mit deutlichem Engagement, auffällig vielen Nachfragen beim Betreuer und etwa 5 Skype-Sitzungen an einem speziellen Wochenende.
    Empfehlung:
    Verstumme ehrfürchtig, drücke allenfalls täglich deine Bewunderung für so viel selbstaufopfernde Hingabe aus – und störe ansonsten die Selbstdarsteller in diesem Engagement-Theater lieber nicht (die werden sonst ziemlich giftig).
  7. Die Verwendung einer Coverstory birgt die Gefahr in sich, dass sich der eine oder andere Mitarbeiter in der Story verliert und „under Cover“ weiterforscht.
    Empfehlung:
    Nicht drauf ansprechen, einfach abhaken…
  8. Aussagen wie „Ich gucke morgen mal nach der Analyse… dem Poster… dem Bericht“ sind Dekoration.
    Empfehlung:
    Häufen sich solche Formulierungen, guckst du besser selbst und tatsächlich nach den anfallenden Arbeiten… rechne aber damit, dass die „Morgen-mal-Gucker“angepisst sind, wenn ihnen klar wird, dass ihr Deko-Gerede aufgefallen ist.
  9. Wenn es um irgendwelche von irgendwem gemachte Fehler geht, sind sachdienlichen Hinweise ungewollte Ratschläge eines arroganten Besserwissers.
    Empfehlung:
    Formuliere deine Kritik auch unter Zeitdruck immer einfühlsam und verständnisvoll im Spielschultanten-Stil.
  10. Die verblüffende Logik hinter der Aussage „Das kann ich nicht, deshalb mach ich´s nicht“ befreit die entsprechenden Teilnehmer ganz klar von jeglicher Auseinandersetzung mit SPSS oder irgendwelchen Tabellenkalkulationen.
    Empfehlung:
    Freu dich einfach, dass umso mehr Gelegenheiten zur Sammlung von SPSS-Erfahrungen für dich übrigbleiben!

Damit bin ich bis zwei Tage vor Berichtsabgabe ganz gut gefahren – wenn man von den Kopfschmerzen absieht, die seit einigen Wochen ziemlich zuverlässig sofort dann auftreten, wenn ich auch nur an die Arbeitsgruppe denke…
Bevor ich jetzt komplett die Contenance verliere und entgegen meiner guten Vorsätze doch noch kurz vor endgültigem Praktikumsschluss Krach im Arbeitsgruppenforum anfange, hab ich beschlossen, ab heute weder einen Blick in dieses Forum noch in den Bericht mehr zu werfen. Nervensparmaßnahme.

Die wirklich engagierten Mitarbeiter mögen mir meine Arroganz in den letzten Tagen verzeihen – ohne diese innere Distanz wär ich am Praktikum mit mehr als gelegentlichen Kopfschmerzen verzweifelt… und die Souveränität, mit der ich eigentlich über dem ganzen Gruppenkram stehen wollte, hat nur bis etwa zur Posterphase gereicht.

Die anderen „Mitarbeiter“ können mich dementsprechend mal…

(Interessieren würd mich ja noch, wer sich jetzt selbst welcher „Mitarbeiterkategorie“ zuordnet… )